Schweizer Jasser trauern:

«Göpf» Egg ist tot
Gottfried sei von seinen Altersbeschwerden erlöst
worden, schreiben die Angehörigen
in der am Samstag im «Landboten» publizierten Todesanzeige. Gottfried Egg,
wie sein
richtiger Name war, wohnte bis zu seinem Tod mit seiner Frau im Haus seiner
Eltern in Winterthur. Die beiden haben einen Sohn und eine Tochter. Egg hatte
Ende der Sechzigerjahre gemeinsam mit Kurt Felix mit «Stöck - Wys - Stich»
die
erste TV-Jass-Sendung entwickelt. Vier Jahre später lancierte das Schweizer Fernsehen
die Nachfolge-Sendung unter dem Titel «Samschtig-Jass».
In dieser übernahm Egg bis 1990 die Rolle des Schiedsrichters.
«
Puur - Näll - As»Jede dieser Sendungen brachte am Schluss einen
kleinen Sketch mit dem Cabaret
Rotstift, in welchem auf lustige Weise eine unklare Jasssituation geschildert wurde.
Göpf Egg erklärte danach jeweils sachlich, wie der Streit nach offiziellen Jass-Regeln
zu
lösen gewesen wäre. Dadurch wurde er mit der Zeit zum Schweizer Jass- Experten
schlechthin.
Einen Namen machte sich Egg auch damit, dass er
1969 erstmals die Schweizer
Jassmeisterschaft organisierte. Ausserdem veröffentlichte er sein Jass-Reglement
«Puur - Näll - As», das mittlerweile in der neunten Auflage vorliegt.
Später führte er mit seiner Frau zusammen zahlreiche Jass-Reisen durch.
Gottfried Egg wurde 1921 als Sohn
eines Winterthurer Textilkaufmanns geboren.
Nach dem frühen Tod seines Vaters übernahm er 1947 dessen Textilfirma.
1971 beschloss der passionierte Kartenspieler, alles auf eine Karte zu setzen und
nur noch mit Jassen Geld zu verdienen.

Göpf Egg in der 400. Sendung von «Samschtig Jass» am 21. Juni 1999
![]() Göpf Egg |
![]() «Stöck
- Wyys - Stich», die erste Jass-Sendung im Schweizer Fernsehen: |
![]() Ob als Schiedsrichter oder
als Organisator von Jass-Meisterschaften: |
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