Sonntagsjass

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Beschreibung


Sonntags Jass
Grundwahrheiten des Lebens stecken im Jass ! Hier wird das Spiel theologisch untersucht.
Süffig lesbare Fünfminuten-Stücke überraschen und inspirieren, kurzweilig, ökumenisch, schön illustriert.

Ist Gott «alles in allem», so sollte er selbst in Jasskarten zu finden sein. Der Jass und seine Spielkarten sind
altes Kulturgut für Schweizerinnen und Schweizer, Süddeutsche und Österreicher. In den Anspielungen und
Symbolen dieses Spiels liegt ein spiritueller Schatz verborgen. 36 Karten hat der Jass. 36 Mal knüpft Ruedi
Heinzer an eine Jassregel oder Spielkarte an, stellt Elemente des Glaubens dar, legt für einmal nicht die Bibel,
sondern den Jass aus. Dabei lässt er Philosophie und Psychologie einfliessen und nimmt auch Skeptiker ernst.

Glauben heute – Ruedi Heinzer bietet dazu Unterhaltsames und Überraschendes. Denn wer hat schon bemerkt,
dass der Schilten-Under einen Brief überreicht ? Welche Botschaft überbringt er wohl ? Stimmt es, dass Erlöste
spielen? Und wie kann man behaupten, man glaube nur, was man sehe, wenn doch auch der Trumpf unsichtbar ist ?

36 theologische Einfälle zum Kartenspiel
36 überraschende theologische Deutungen
Originell, ökumenisch, bodenständig
Spirituelle Lektüre für Zwischendurch
mit einem Vorwort von Gottfried Wilhelm Locher

Lieferumfang:

1 Taschenbuch mit
120 Seiten
   Grösse ca.: 12.5 x 20.0 cm
   Paperback mit 36 Illustrationen
   ISBN 978-3-290-18204-5

Interview mit Pfarrer Ruedi Heinzer:

Interview mit Pfarrer Ruedi Heinzer


Jassen steht nicht im Ruf einer frommen Spielkultur. Wieviel christliche Symbolik sich hinter und vor den Spielkarten
versteckt, hat der Berner Pfarrer Ruedi Heinzer entdeckt. Er gibt frommen Jassern einen Steilpass zum Gespräch.

Ruedi Heinzer / Sonntagsjass
                             Ruedi Heinzer

Auf diese Idee musste erst mal einer kommen: dass das Jassspiel voller christlicher Symbolik ist. Der ehemalige Berner
Pfarrer und Ratsmitglied des SEK, «Feld- und Radioprediger», wie er sich selbst vorstellt, mit Wurzeln in den Vereinigten
Bibelgruppen (VBG), hatte diese Idee und setzt sie verblüffend, garniert mit vielen tiefen geistlichen Einsichten, in einem
Büchlein mit dem Titel «Sonntagsjass» um.

Vom SEK-Ratspräsidenten Gottfried Locher bekommt er im Vorwort die Bestätigung: «Jassen für Gott und die Welt ?
Das funktioniert erstaunlich gut. 'Der Jass trainiert unseren Hoffnungsmuskel', könnte man das Programm dieses Büchleins
zusammenfassen.»

Spielen mit gutem Gewissen

Ruedi Heinzer ist sich selbst sehr bewusst, dass Jassen auch etwas Anrüchiges hat. Vieles spreche gegen jassen, nicht zuletzt,
weil Spielkarten auch für Wahrsagerei missbraucht würden. Doch er weiss Martin Luther auf seiner Seite, der einmal sagte:
«Suche also die Gesellschaft, spiele Karten oder anderes, was dir Spass macht. Das sollst du mit gutem Gewissen tun – denn
Schwermut kommt nicht von Gott, sondern vom Teufel.»

Die Weisheit spielt vor Gott

      Buch «Sonntagsjass»

Aber auch wer nicht jasst oder es schon jahrelang nicht mehr getan hat, kann aus dem Büchlein Gewinn ziehen.
Die 36 Kapitel (so viele Karten hat ein Jassspiel) können einzeln als tägliche Andacht gelesen werden. Denn jedes
enthält vertiefte Überlegungen zu einer Karte, zu Weis, Trumpf und Bieter, oder auch zum Gewinnen und Verlieren.
Immer werden dazu biblische Aussagen abgerufen und vertieft – als geistlichen Anstoss für den Tag. In Kapitel 34 wagt
er die Aussage: «Erlöste spielen!» Denn: «Dass ein Mensch spielt, zeigt, dass er sich entlastet und erlöst fühlt.»
Heinzer erwähnt dazu Sprüche, Kapitel 8, Vers 30, wo die Weisheit bei der Erschaffung der Welt vor Gott spielt:
«Ich spielte auf seinem Erdkreis und hatte meine Freude an den Menschen.»

Aus der Stille geboren

Zuletzt räumt Heinzer selbstironisch ein, dass auch er sich gefragt habe: «Wie kann man nur auf die Schnapsidee kommen,
Theologie im Jassen zu suchen?» Doch die Idee sei aus der Stille gekommen: «Der Ruhestand schenkt mir viel mehr Stille.
So kam ich auf Ideen und spielte gedanklich mal vor mich hin, und 'nichts zu suchen, das war mein Sinn'. Dass aus der
Spielerei nun 36 Karten wurden, lässt mich noch immer staunen.»

Interview: Sonntagsjass oder Sonntagspredigt: Was gefällt Ihnen besser?

Ruedi Heinzer: Mir gefällt der Jass besser. Aber ich hoffe, den Leuten passen meine Predigten besser. (lacht)

Jassen ist Schweizer Volkskultur, geniesst grosse Beliebtheit. Im Unterschied zur Kirche. Die hat immer
weniger Zulauf. Müsste man Jass-Gottesdienste veranstalten ?

Ruedi Heinzer: Jassnachmittage, das gibt es ja schon, veranstaltet von den Kirchgemeinden. Ich habe als Pfarrer das Spielen
mal in einem Gottesdienst zum Thema gemacht. Das Jassen hat mich damals zu faszinieren begonnen. Selber bin ich kein
leidenschaftlicher Jasser, eher ein Kartenständer. Aber viele Themen aus dem christlichen Glauben sind auch beim Jassen zu finden.

Wer jasst, will gewinnen. Da hat die christliche Nächstenliebe nicht viel verloren.
Ist jemand, der gwinnen will, ein schlechter Christ ?

Ruedi Heinzer: Wahrscheinlich sogar ein guter Christ. Natürlich, einen anderen fertig machen, das ist das Gegenteil von Liebe
deinen Nächsten wie Dich selbst. Aber jemand, der weiss, dass er diesen Anteil in sich trägt, ist eben kein schlechter Christ.

Beim Jassen gehe es gerechter zu als in der Gesellschaft, kann man in ihrem Buch lesen.
Wie kommen Sie darauf ?

Ruedi Heinzer: Beim Jassen starten alle mit den gleichen Chancen. Es ist wie eine Utopie. Etwas, was man sich wünschen würde für die Welt.

Aber man kann ein gutes oder schlechteres Blatt erhalten.

Ruedi Heinzer: Das ist richtig. Und jemand kann auch geübter sein als der andere. Aber es fängt bei jedem Spiel neu an. Und für alle gelten
die gleichen Regeln, und man hält sich auch an diese Regeln.

Jassen an einem hohen christlichen Feiertag wie Ostern. Geht das ?

Ruedi Heinzer: Das passt sehr gut. Ostern ist ein Freudentag. Man kennt das Osterlachen. Jassen am Karfreitag hingegen, das würde
mich dann aber weniger passen. Das ist der Gedenktag an Jesus, an sein Leiden.